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Benvenuto Cellini |
Kern Konzepte
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Erster Akt Balduccis Palast.
Teresa schaut neugierig zum Fenster hinaus und wird vom Vater Balducci, der
zum Papst beschieden und schlecht gelaunt ist, deshalb gescholten. Brummend
darüber, dass der Papst sich den florentinischen Goldschmied Cellini hat
kommen lassen, da er doch in Fieramosca den besten Meister aller Zeiten in
Rom habe, verlässt er die Tochter. Ein übermütiges Karnevalslied, von Cellini
und seinen Kameraden gesungen, lockt sie wieder ans Fenster. Sie wird von
Blumen überschüttet; in einem Strauss entdeckt sie ein Briefchen Cellinis,
mit dem sie insgeheim versprochen ist. Er will sie am Abend besuchen. Während
sie noch zwischen Pflicht und Liebe hin- und herschwankt, erscheint Cellini
schon selbst und versichert sie seiner Liebessehnsucht. Gleich darauf schleicht
auch Fieramosca, unbemerkt von den Liebenden, herein und belauscht sie, erfährt
aber an sich die Wahrheit des Sprichwortes vom Horcher an der Wand. Während
Teresa und Cellini zu fliehen verabreden, kommt Balducci unerwartet zurück.
Geliebter und Lauscher müssen sich verstecken. Fieramosca flüchtet in Teresas
Zimmer, indes Cellini unbemerkt den Ausgang findet. Ausser sich vor Empörung,
ruft Balducci, als er den Lauscher entdeckt, die Nachbarinnen herbei. Doch
gelingt es Fieramosca zu entfliehen. Zweiter Akt Dritter Akt
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Künstler-Taverne. Cellini
weilt im Geiste bei Teresa, die der Liebe zu ihm ihren Frieden opfern will.
Seine Freunde und Schüler kommen, um mit ihm zu zechen. Es wird gesungen,
bis die Kehlen trocken sind, doch Cellinis Kasse ist leer, und der Wirt weigert
sich, den Wein zu borgen. Da bringt Ascanio Geld vom Papste, an dessen Aushändigung
allerdings die Bedingung geknüpft ist, dass Cellini bis zum anderen Tag den
Guss seiner Perseus-Statue vollende. Cellini verspricht es. Ascanio händigt
das Geld aus; der Schatzmeister Balducci hat aber die Summe höchst knapp
bemessen, und wütend über diese Knickrigkeit, beschliessen die Freunde, ihn
dafür zu kränken, und zwar dadurch, dass Balduccis Maske und Stimme auf dem
Colonna-Platze nachgeäfft werden soll. Unglücklicherweise belauscht Fieramosca
wiederum auch diesen Plan. Während sich die Künstlerschar auf den Weg macht,
den Plan auszuführen, erzählt Fieramosca seinem Freunde Pompeo, wie man ihm
mitgespielt habe; beide kommen überein, Cellinis Entführungsplan zu vereiteln
und in derselben Maskierung zu erscheinen, in der die Liebenden fliehen wollen.
V e r w a n d l u n g : Colonna-Platz in Rom.
Maskentreiben. Balducci und seine Tochter sind im Gedränge sichtbar, auch
Cellini und sein Freund Ascanio in Vermummung. In Schaubuden verhöhnt man
den päpstlichen Schatzmeister, der wutschnaubend den Urhebern dieser Posse
Rache schwört. Cellini und Ascanio nähern sich Teresa verabredungsgemäss,
als Fieramosca und Pompeo in derselben Maske auftauchen. Die vier Vermummten
geraten in Streit, und im Handgemenge wird Pompeo von Cellini erstochen.
Das Volk nimmt Cellini fest. Da kündet ein Kanonenschuss das Ende des Karnevals.
In dem Tumult, der nun entsteht, gelingt es Cellini, den Häschern zu entwischen.
Statt seiner wird Fieramosca als Mörder ergriffen.
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Strasse in Rom. Vor Cellinis Giesserei.
Teresa, bekümmert wegen ihrer Flucht aus dem Vaterhause, harrt mit Bangen
auf Cellinis Wiederkehr. Eine Schar weissgekleideter Mönche zieht vorüber,
aus ihr tritt Cellini, glücklich, dass er seine Geliebte wiedersieht. Unbekümmert
um das Schicksal seiner Perseus-Statue, kommt er mit ihr überein, noch in
derselben Nacht zu entfliehen. Ascanio soll alle Vorbereitungen dazu treffen;
aber es ist zu spät. Balducci naht, überschüttet Teresa mit Vorwürfen und
erklärt ihr, dass sie noch heute Fieramosca ihre Hand reichen müsse. Der
Kardinal Salviati wird Zeuge der erregten Auseinandersetzung. Balduccis wider
Cellini erhobene Anklagen erregen seinen Zorn aufs höchste, so dass er befiehlt,
ein anderer solle Cellinis Perseus-Statue vollenden. Da will Cellini sein
herrliches Modell zertrümmern, und hierdurch eingeschüchtert, gelobt Salviati
dem Meister unter der Bedingung Gnade, dass er den Guss sofort vollende.
Cellini fordert aber auch noch Teresas Hand - auch dieses Zugeständnis wird
ihm gemacht. Der Kardinal will jedoch sofort den Guss bewerkstelligt sehen;
da stellt sich heraus, dass nicht genug Metall vorhanden ist. Cellini fleht
die Götter um Beistand an und lässt kurz entschlossen sämtliche Statuen seiner
Werkstatt einschmelzen. - Bewundernd stehen alle vor dem genialen Meisterwerk,
das dem grossen Künstler die Verzeihung seiner Mitwelt und die Hand seiner
Geliebten einträgt.
LIBRETTO
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