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News - Kultur

letzte Änderung: 03.07.05Drucken  Verschicken

Neuer Generalmusikdirektor am Opernhaus Zürich

Zürich. SDA/baz. Franz Welser-Möst übernimmt den neu geschaffenen Posten des Generalmusikdirektors des Opernhauses Zürich. Der langjährige Chefdirigent wird pro Spielzeit an 30 Abenden in Zürich hinter dem Dirigentenpult stehen.

Welser-Möst tritt seine neue Stelle am 1. September 2005 an. Sein Vertrag läuft bis Ende Juli 2011, wie Alexander Pereira, Intendant des Zürcher Opernhauses, am Sonntag vor den Medien erklärte. Dem renommierten Dirigenten wird damit die musikalische Gesamtleitung des Hauses übertragen.

Für Pereira bedeutet die Ernennung des 44-Jährigen auch einen Neuanfang. Nicht zuletzt darum, weil der Intendant im April ein Angebot der Mailander Scala ausschlug und seinen Vertrag mit Zürich bis 2011 verlängerte. «Wenn ich damals von meiner Liebe zu Zürich sprach, war Welser-Möst darin eingeschlossen», sagte Pereira.

Welser-Möst begründete seinen Verbleib in Zürich «mit seinem auf Langfristigkeit angelegten Wesen». Solche Ziele würden in Zürich verfolgt, sagte er. Zudem habe er innerhalb des Zürcher Orchesters eine geheime Abstimmung vornehmen lassen. Dabei habe ihm eine «überwältigende Mehrheit» das Vertrauen ausgesprochen.

Der 44-jährige Oberösterreicher war in der Spielzeit 1995/1996 erstmals als Chefdirigent in Zürich tätig gewesen. 2002 war er zum Chef des renommierten Cleveland Orchestras berufen worden. Ab diesem Zeitpunkt fungierte er in Zürich als Principal conductor.

Zusammenrücken mit Cleveland Orchestra

Sein Engagement in Cleveland wird der neue Generalmusikdirektor fortsetzen. Überhaupt wollen die Zürcher Oper und das amerikanische Orchester im künstlerischen Sektor und im Medienbereich näher zusammenrücken, wie Pereira erklärte.

Die beiden Standbeine «Oper» (Zürich) respektive «Konzerte» (Cleveland) sollen in einem Konzept weiterentwicklet werden. Dazu gehört laut Pereira insbesondere die Vermarktung von DVDs. Es seien auch gemeinsame künstlerische Projekte in wichtigten internationalen Zentren angedacht.

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